Neues aus 2019

Die beiden Möbelmessen IMM Köln im Januar und Salone del Mobile Mailand im April sind die beiden Höhepunkte der Branche. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir diese Messen ausgiebig besuchen, um uns rundum zu informieren und zu inspirieren. So können wir uns sicher sein, Ihnen die besten Lösungen vorschlagen zu können. Unsere Ausstellung ist ein Extrakt aus diesen Messebesuchen. Was wir für besonders gut erachten, wird gezeigt. Für Sie heisst das, dass Sie in unserem Showroom alles finden können, um sich hervorragend einzurichten. Unsere Schreinerei ergänzt was die Einrichtungsbranche in Serie nicht kann…

Hier kommen meine persönlichen Highlights und Beobachtungen der Messe in Mailand 2019:

Ibrahim Mahama versteckte das geschleckte Mailand hinter Kaffeesäcken aus Ghana, ein guter Auftakt.
Moooi fasziniert durch Relieftapeten und comicartige Leuchten.
IQOS (eZigarette) darf als Lifestylemarke auch nicht fehlen und sorgt mit einem Bühnenbildhaus für das am zweitmeisten fotografierte Werk des Fuori Salones (Designschau ausserhalb der Messe), ((das am meisten fotografierte Werk von Gaetano Pesce und B&B habe ich verweigert)).
Auffallend unauffallend ist die Größe des präsentierten Logos der inszenierenden Firma – lediglich als Graffitti an der rechten Garage zu sehen.
Schon eher auffallend ist Gucci mit seinem Pop Up Store und der „Guccification“.

Die Australier mit ihrer kleinen Werkschau waren mir sehr sympathisch.
Deren Aussentische mit Tonsockel zum Beispiel.
Das Bauhausjubiläum nutzten natürlich viele Firmen, um sich zu positionieren. Besonders gut ist das der Firma Cassina gelungen mit einer von Patricia Urquiola fantastisch abgestimmten Inzenierung.
Hier. Cassina mit der gelungenen Komposition von Farbe und Form. Akkurat wurde der Teppich die Wände hochgezogen, großartig passt der Farbverlauf des Sideboards zum Rest des Arrangements. Chapeau!
Die Griffdeteils dieses Sideboards erinnerten mich an die frühen Schreinerwerke meiner wunderbaren Mutter. Immer wieder großartig sind übrigens die Dekorationen auf den Messen…
Die Tonskultpuren der Firma Bitozzi zum Beispiel mochte ich mit ihren liebevollen Imitationen von Schweisnähten in Ton.
Grundsolides Handwerk, auch das können die Italiener nach wie vor am Besten von uns Europäern: Alias mit einem feinen Holzsofa.
Die Brasilianer sind da ganz anders: Sah ultraspannend aus, war aber das Gegenteil an Bequemlichkeit.
Kleiner, feiner Sessel von Verzelloni.
Fiel öfter auf: Sideboards mit schräger Aussenseite. Dem kann ich durchaus etwas abgewinnen.
DeSede mit losen Schlangen als Rückenlehnen. Nichts Neues.
Fand ich großartig: Die Polen brachten aufgeblasene Edelstahlspiegel in bunten Farben mit.
Hier eine wunderbare Partnerschaft aus Holz.
Zwischenrein muss man in der Stadt einfach Schaufenster ansehen: Hier inszeniert sich Dior.
Am Abend waren wir in einer In-Location: Carlo e Camilla in Segheria. Erinnert mich an unser Feuerbach 🙂
Moooi, die in den letzten Jahren in der Zona Tortona in einer Riesenhalle inszenierten, zogen in ein kleineres Stadtpalais. Tat der Farbenfreude aber keinen Abbruch: Die neuen Leuchten und vor allem die Relieftapeten in Kooperation mit der belgischen Firma Arte (die wir ja auch lieben), ließen mich staunen:
Tapeten mit dreierlei Facetten: Metall, Textil und mehrere Ebenen. Hui!
Schöner Zweisitzer und interessanter Teppich, der Darstellungen von Wolken aus Gemälden aller Jahrhunderte kombiniert. Auch von Moooi.
EDRA hat ein neues Sofa, das alle Innovation dieses italienischen Sitzmöbelherstelleres vereint: Il GRANDE SOFFICE, ein Sitzmöbel aus Schichten aus Jellyfoam und 15cm Daunen mit intelligentem Kissen.
Porro mit gnadenlos schön beleuchteten Regalen.
Bunt kommt wieder, auch auf Feuerstellen. Hier Glammfire.
Auch eine Idee: Garderobe an Seilen.
Schon in Köln ein Hingucker, und demnächst bei uns. Sessel PLI von FSM, dessen Ober- und Unterteil gegeneinander drehbar sind.
Erneut ein Sideboard mit schrägen Aussenseiten. Als Thema gab es immer wieder Leder mit Kupfer und Messing.
Wunderbares Schrankdetail: Grifflösung als Hingucker.
Und großartiger Beschlag: doppelte Schrankfronten ganz zur Seite klappbar dank Trapezbeschlag.
So stellt sich die Designerwelt (seit Jahren) das neue Arbeiten vor.
Und dann nochmal die Farbenfröhlichkeit des Bauhaus bei Cassina.
Die Porta Venezia…
… und nochmal das Bühnenbild in der Zona Tortona schliessen den Kreis.
In der nächsten Wochen folgen dann ein Special über Mailänder Schlafzimmer und dann über die Euroluce, die italienische Lichtmesse die zweijährig zeitgleich zur Möbelmesse läuft.
Vorgriff auf die Neuigkeiten der Euroluce: Licht wird immer mehr zur Kunst.

Und das sind die Highlights der Messe IMM in Köln 2019:

PLI von FSM hat uns durch seine so simple Geste beeindruckt: Das drehbare Fußteil ist kinderleicht schwenkbar und so mal Fussablage, mal Armlehne, mal elegantes Rückenteil. Da hätte unsere Janine Foitzik gerne ein Messepäuschen eingelegt…
In dieser Position kann das Drehteil als Armlehne oder auch Laptoparbeitsplatz fungieren.
Schön gemacht: dreiteiliges Wandbild aus verschiedenen Teppicharten und Farben.
Luftiger sitzen…
Unisono Brauntöne – mit einer genialen Bodenleuchte.
Daybed in Massivholz. Retro, zeitlos, kunsthandwerklich. Von Artesan.
Tektonik im Wohnzimmer, von De Sede.
Hiervon war ich begeistert bis zum unter den Tisch krabbeln: Die Tischplatte ist assymetrisch abgeschrägt, die Kreuzbeine passen perfekt.
Walter Knolls organischer Schreibtisch wurde viel in den Medien gezeigt. Sehr skulptural.
Die DS-164 von De Sede in gut abgestimmten Leder- und Samttönen. Die zwei Rückenlehnen lassen sich komplett um das Sofa herumschwenken und bieten damit vielerlei Möglichkeiten für Sitzen und Blickrichtung.
KFF mit Sessel Arva. Angenehme Farbwelt!
La Cividina mit Sofa Osaka aus 1970. Durch die nach unten versetzte mittlere Kissenschlange sitzt man hervorragend darin. Großartiges Objektsofa!
So logisch: Durch die immer flacher werdende Bildschirmtechnik kann der Fernseher einfach in die Schiebetüre des Kleiderschrankes integriert werden.
Romantisch und mit viel Holz…
Vitra darf nicht fehlen. Man sieht nur an Details, aus welcher Zeit dieses Arrangement wohl stammt.
Ganz nach meinem Geschmack: Ein Massivholztisch in Bootsform (die beste Kommunikationsform für einen Tisch) mit elegantem Holzgestell. Von Girsberger.
Gleiches Gestell, geradlinige Platte. Und das Besondere und äusserst Seltene: Tischplatte in massiver Eiche gedämpft – ergibt einen herrlichen Rotschimmer. Immer noch Girsberger.
Feines Detail: Die abgephaste Massivkante.
Überhaupt fiel auf: Viel Holz, viel mehr als schon im letzten Jahr, zeigen die Hersteller. Genau meine Meinung! Es zeigt sich auch: Holz und Farbe sind ein gutes Paar.
Und immer gleich in Kombinationen gedacht: Hoztisch, farbiger Teppich dazu, farbige Kissen. Im Hintergrund Sitzbank Joline, individuell eingefärbt, von Girsberger.
Ein Tischlerkollege, der regelmäßig in Köln ausstellt, läßt unser Herz höher schlagen. Tichlerei Sommer.
Passt gut zum Holz: Thomas Albrecht und seine sechs Kürschnermeister zaubern mit Fellen fürs Wohnen.
Hervorragend fanden wir gestutztes, gefärbtes Lammfell (Hinten auf Decke und Bank) und Morinolammteppich.
Geschwungene Form bei JORI. Angenehm elegant.
Gradlinige Form. Gil bei Intertime.
Und dazwischen fröhliche Farben aus Norwegen mit Mustern, die Spass machen und dennoch zeitlos sind.
Möbel aus Blech und Holz. Schön ist, dass jetzt das bunte Blech das Neue ist. Es gab Jahre, da war es eine Besonderheit, Holz zu entdecken.
Sideboard, rundum Blech, Hingucker Holz. Auch das war ziemlich lang andersrum. Als 109 Jahre alte Schreinerei freuen wir uns über das viele Holz. Wir haben das wirklich auch schon anders erlebt…
Hat mich inspiriert: Wandteppich als Gestaltungselement. Asplunt.
Wie schon im letzten Jahr, war eine der bei den Herstellern beliebten Knallfarben ein Orange zwischen Curry und Ocker. Hey Sign Filzfabrik.
Und auch noch immer gern dabei: Bronze- und Kupfertöne und dunkle Ambiente.
Finden wir jedes mal einfach nur gut: Roomsafari mit seinen lose an die Wand gestellten Garderoben…
… das findet auch Silvan zum Verlieben…
… und ich träume auch von dieser wohl inszenierten Ordnung.
Ein süßes Detail. Wandspiegel von WIGG.
Auch ein Ordnungskünstler: Die Firma Schönbüch. Ein großartiges Beispiel für einen Dachschrägenschrank mit innerer Haltung.
COR mit seinem neuen Stuhl und wie immer gekonnter Farb- und Dekorationsinszenierung.
Ein dekorativer Hingucker: Die Freude am Textil kann man auf dem Bett besonders gut inszenieren.
Meine persönliche Lieblingsneuheit (von denen es nicht allzuviele insgesamt gab dieses Jahr): Das neue Sofa von IP Design.
Geschwungene Lederschalen, die ineinandergreifen und lässige Sitzkissen halten. Der Sitzkomfort ist hervorragend.
Dazu passend der Sessel…
… und auch beim Polstermöbelhersteller IP Design stehen natürliche Farben und Holz im Vordergrund.
Schon in Mailand neu gewesen, jetzt aber perfektioniert für deutsche Matratzensysteme: Bett Standard von Edra, mit klappbaren Rückenlehnen. Edra war zum ersten Mal auf der Kölner Messe, ein schönes Zeichen für den Erfolg dieser italienischen Marke.
Draenert, der Naturstein- Tischspezialist,  mit einem gelungenen organisch geformten Esstisch aus blauem Stein…
… und mit einer eindruckvollen Massivholztischplatte.
Hängen seit letztem Jahr über unserem Ausstellungsbad. Mit Farbwechsel und dunkler Wand hier nochmal eine Stufe grossartiger: Mundgeblasene Kugeln von Scholle und Deubzer.
Und hier nochmal der Beweis: In sind farbige Möbel, die nochmal an Wand und Boden von neuer Farbe umhüllt werden.
Eindrucksvoll: Occhio’s Mito-Leuchten in diversen Größen und Höhen über Tisch Seito von Walter Knoll.
Und auch bei Walter Knoll hängen die Textilien an der Wand. Schöne Idee: Erhöht speisen, vielleicht weil die Aussicht da oben schöner ist?

Die nächsten beiden Wochen geht es dann weiter mit Inspirationen für Sie und uns aus Köln. Wir helfen Ihnen gerne durch den Dschungel und sähen Ihr neues Wohnprojekt…